Kläranlage Durmersheim

Erweiterung der Verbandskläranlage Durmersheim in Au am Rhein

Projektbeschreibung

Auf dem Gelände der bestehenden Kläranlage Durmersheim wird eine bauliche Erweiterung der Abwasserreinigungsanlagen durchgeführt. Die Maßnahme umfasst den Neubau zusätzlicher Bauwerke sowie den Umbau und die Erweiterung bestehender Anlagenteile. Anlass der Maßnahme ist die notwendige Kapazitätserweiterung der Kläranlage von derzeit 30.000 EW auf künftig 45.000 EW sowie die Anpassung der Anlagen an den aktuellen Stand der Technik mit dem Neubau einer Reinigungsstufe zur gezielten Spurenstoffelimination. Zweck der Erweiterung ist die Sicherstellung der langfristigen Abwasserbehandlung für die angeschlossenen Kommunen unter Berücksichtigung verschärfter wasserrechtlicher Anforderungen. Die neu zu errichtenden und umgebauten Bauwerke dienen der mechanischen, biologischen und weitergehenden Abwasserreinigung sowie der hydraulischen Optimierung bestehender Anlagenteile.

Das Projekt umfasst die Erweiterung der Belebungsstufe um ein viertes Becken einschl. Verfahrensumstellung auf eine Kaskadendenitrifikation sowie die Errichtung einer 4. Reinigungsstufe als Tuchfilter mit PAK-Dosierung einschl. Siloanlage.  Die beiden bestehenden Nachklärbecken werden mit adaptiven Einlaufbauwerken ausgerüstet.

Leistungsumfang atd

Der Leistungsumfang der atd umfasste die Objektplanung der Ingenieurbauwerke sowie die Fachplanung der Verfahrens- und Prozesstechnik (HOAI-Leistungsphasen 1-7). Die Bearbeitung erfolgte in enger Kooperation mit den BIT Ingenieuren, Karlsruhe. Die Bauüberwachung erfolgt im Wesentlichen durch die BIT Ingenieure, wobei die atd beratend und unterstützend tätig ist.

Zeitmanagement

Die Beauftragung der Planungsleistungen erfolgt im Juni 2023. Die Bearbeitung der HOAI-Leistungsphasen 1-4 erfolgte innerhalb von 14 Monaten, so dass der wasserrechtliche Genehmigungsantrag im August 2024 eingereicht werden konnte. Baubeginn war Frühjahr 2026. Der Projektterminplan konnte bisher vollumfänglich eingehalten werden.

Kostenmanagement

Die Kostenberechnung wurde im Jahr 2024 erstellt und wies Netto-Baukosten von 10,4 Mio. € aus. Der Kostenanschlag nach Vergabe sämtlicher Aufträge an die ausführenden Firmen lag bei einer Höhe von 9,6 Mio. € netto. Der Kostenrahmen des Projekts wurde vollständig eingehalten.

Besonderheiten

  •  Umfangreiche Spezialtiefbauarbeiten zur Baugrubenherstellung aufgrund der Grundwasser- und Baugrundverhältnisse
  •  Umbau der Belebungsbecken im laufenden Betrieb
  •  Integration einer zusätzlichen Verfahrensstufe in den Abwasserweg im freien Gefälle ohne Zwischenpumpwerk
  • Errichtung einer 4. Reinigungsstufe zur Entlastung der sensiblen Vorflut

Kenndaten

Kapazitätserweiterung auf 45.000 EW

Erhöhung der hydraulischen Leistungsfähigkeit auf 350 l/s

Projektlaufzeit

Ausführung seit 2024

Projektinvestitionen

ca. 10.700.000 € (Netto)

Auftraggeber

BIT Ingenieure AG

Projektbearbeitung atd

Herr A. Kurtz
Frau H. Froitzheim