Für die Stadt Düren wurde ein Konzept zur Niederschlagswasserbehandlung erarbeitet. Im Rahmen einer Machbarkeitsuntersuchung wurden technisch umsetzbare, genehmigungsfähige und wirtschaftlich tragfähige Lösungen entwickelt. Dabei wurde das bestehende Kaskadenkonzept zur Regenwasserbehandlung überarbeitet.
Die Besonderheit stellt das dicht bebaute städtische Einzugsgebiet dar, das unmittelbar in ein Gewässer entwässert. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse kann für das bestehende Netz keine klassische zentrale Regenwasserbehandlungsanlage errichtet werden.
Für ein ausgewähltes Teileinzugsgebiet wurde eine vertiefte Variantenuntersuchung durchgeführt. Betrachtet wurden drei technisch und rechtlich zulässige Behandlungsansätze. Der erste Ansatz umfasst eine semizentrale Regenwasserbehandlung sowie die ergänzende Behandlung von Flächen durch industriell gefertigte Anlagen, die nicht über die semizentrale Anlage entwässert werden können. Der zweite Ansatz sieht eine vollständige Behandlung des Regenwassers über industriell gefertigte Regenwasserbehandlungsanlagen vor. Dabei werden die erforderlichen Flächenabkopplungen sowie eine Anpassung der Kanalstruktur an ein 3-Rohr-System berücksichtigt. Als dritter Ansatz wurde der Einsatz von Straßenablauffiltern im gesamten Teileinzugsgebiet untersucht.
Für jede Variante wurde eine konzeptionelle Planung erarbeitet und die standörtlichen, betrieblichen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen bewertet. Dazu wurden die Investitions-, Betriebs-, Wartungs- und Energiekosten verglichen und eine Kostenvergleichsrechnung durchgeführt. Auf Grundlage der technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Bewertung wurde eine Maßnahmenempfehlung für die weitere Planung und die Abstimmung mit den zuständigen Behörden abgeleitet.