Industrieller Rechen-Mechanismus filtert Abwasser in Betonkanal, Metallzinken fangen Schmutz ab

Welche Funktion hat der Rechen in der Kläranlage?

Ein Rechen in der Kläranlage fungiert als erste mechanische Reinigungsstufe und entfernt grobe Verunreinigungen aus dem Abwasser. Er schützt nachgelagerte Anlagenteile vor Verstopfungen und Beschädigungen durch Feststoffe wie Äste, Textilien oder Hygieneartikel. Die mechanische Reinigung durch Rechen ist essenziell für den störungsfreien Betrieb der gesamten Abwasserbehandlung.

Was ist ein Rechen in der Kläranlage und welche Aufgabe erfüllt er?

Ein Rechen in der Kläranlage ist eine mechanische Vorrichtung aus parallel angeordneten Stäben, die grobe Verunreinigungen aus dem Abwasser abscheidet. Er bildet die erste Stufe der mechanischen Reinigung und verhindert, dass größere Gegenstände in nachgelagerte Behandlungsschritte gelangen.

Die Hauptaufgaben des Rechens umfassen die Abscheidung von Ästen, Laub, Textilien, Damenhygieneartikeln, Kondomen und anderen groben Verunreinigungen. Diese Vorreinigung schützt Pumpen, Rohrleitungen und weitere Anlagenkomponenten vor mechanischen Beschädigungen und Verstopfungen.

Der Rechen funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Das Abwasser fließt durch die Stabzwischenräume, während größere Partikel an den Stäben hängen bleiben. Die abgeschiedenen Stoffe werden als Rechengut bezeichnet und müssen regelmäßig entfernt werden, um die Durchflussmenge aufrechtzuerhalten.

Welche verschiedenen Arten von Rechen gibt es in Kläranlagen?

In Kläranlagen werden hauptsächlich Grobrechen und Feinrechen eingesetzt, die sich durch ihre Stabweiten und Einsatzbereiche unterscheiden. Grobrechen haben Stababstände von 15–40 mm, während Feinrechen mit 3–10 mm deutlich engere Zwischenräume aufweisen.

Grobrechen kommen als erste Reinigungsstufe zum Einsatz und entfernen große Gegenstände wie Äste, Flaschen oder Textilien. Sie werden oft vor Pumpwerken installiert, um mechanische Schäden zu vermeiden. Die größeren Stabweiten ermöglichen hohe Durchflussmengen bei geringem Druckverlust.

Feinrechen folgen meist nach den Grobrechen und erfassen kleinere Partikel wie Zigarettenstummel, Haare oder Kondome. Sie verbessern die Abscheideleistung erheblich und reduzieren die Belastung nachfolgender Behandlungsstufen. Moderne Anlagen kombinieren beide Rechentypen für optimale Reinigungsergebnisse.

Wie funktioniert die automatische Reinigung von Rechen?

Die automatische Rechenreinigung erfolgt durch mechanische Räumgeräte, die das angesammelte Rechengut kontinuierlich oder in festgelegten Intervallen entfernen. Sensoren messen den Wasserstand oder Druckverlust und steuern den Räumvorgang bedarfsgerecht.

Typische Räumgeräte sind Harkenrechen, Seilzugrechen oder Bandraumrechen. Diese fahren entlang der Rechenstäbe und transportieren das abgeschiedene Material nach oben in einen Sammelbehälter. Die Steuerung erfolgt über zeitgesteuerte Programme oder differenzdruckabhängige Regelungen.

Die Automatisierung gewährleistet einen kontinuierlichen Betrieb der Kläranlage ohne manuelle Eingriffe. Moderne Systeme verfügen über Fernüberwachung und Störmeldungen, die bei Problemen sofort alarmieren. Regelmäßige Räumzyklen verhindern Verstopfungen und halten die Durchflusskapazität konstant.

Was passiert mit dem Rechengut nach der Abscheidung?

Das abgeschiedene Rechengut wird nach der Entnahme gewaschen, entwässert und kompaktiert, bevor es der Entsorgung zugeführt wird. Waschpressen entfernen anhaftende organische Substanzen und reduzieren das Volumen um bis zu 50 %.

Die Behandlung erfolgt in mehreren Stufen: Waschen entfernt Schmutz und organische Anhaftungen, Pressen reduziert den Wassergehalt, und Kompaktierung verringert das Transportvolumen. Manche Anlagen zerkleinern das Material zusätzlich für eine bessere Handhabung.

Die Entsorgung erfolgt meist über die Restmüllverbrennung oder spezialisierte Entsorgungsunternehmen. Eine energetische Verwertung in Müllverbrennungsanlagen ist aufgrund des hohen organischen Anteils möglich. Die ordnungsgemäße Entsorgung verhindert Umweltbelastungen und entspricht den rechtlichen Vorgaben der Abfallwirtschaft.

Warum ist die regelmäßige Wartung von Rechen so wichtig?

Regelmäßige Rechenwartung sichert die Funktionsfähigkeit der gesamten Kläranlage und verhindert kostspielige Betriebsstörungen. Verschleiß an Räumgeräten, Verstopfungen oder defekte Antriebe können den Abwasserfluss erheblich beeinträchtigen.

Häufige Verschleißerscheinungen betreffen Führungsschienen, Antriebsketten, Dichtungen und Rechenzähne. Korrosion durch aggressive Abwässer und mechanischer Abrieb durch Sand und Kies beschleunigen den Verschleiß. Präventive Wartung alle 3–6 Monate verlängert die Lebensdauer erheblich.

Ungepflegte Rechen führen zu Rückstau, Überlauf von ungereinigtem Abwasser und Schäden an nachgelagerten Anlagenteilen. Die Wartungskosten sind deutlich geringer als Reparaturen nach Totalausfällen. Dokumentierte Wartungspläne helfen bei der Budgetplanung und Ersatzteilbeschaffung.

Wie unterstützt die atd GmbH bei Rechentechnik in Kläranlagen?

Die atd GmbH bietet umfassende Ingenieurleistungen für Rechensysteme in Kläranlagen, von der Planung über die Dimensionierung bis zur Optimierung bestehender Anlagen. Unsere herstellerunabhängige Beratung gewährleistet technisch und wirtschaftlich optimale Lösungen.

Unsere Leistungen umfassen:

  • Hydraulische Berechnung und Dimensionierung von Rechensystemen
  • Auswahl geeigneter Rechentypen und Automatisierungstechnik
  • Planung von Rechengutbehandlung und Entsorgungskonzepten
  • Technische Überwachung bei Bau und Inbetriebnahme
  • Optimierung bestehender Anlagen für verbesserte Effizienz
  • Wartungskonzepte und Betriebsunterstützung

Als nach DIN EN ISO 9001 zertifiziertes Ingenieurbüro entwickeln wir nachhaltige Lösungen, die sich nahtlos in Ihre Gesamtanlage integrieren. Kontaktieren Sie uns für eine fachkundige Beratung zu Ihrer Rechentechnik und profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung in der Abwassertechnik.

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