Retentionsbodenfilteranlagen sind ein etabliertes und leistungsfähiges Verfahren zur Behandlung von Niederschlagsabflüssen im urbanen Raum. Sie ermöglichen einen effektiven Rückhalt von Feststoffen, die Reduktion organischer Belastungen sowie die dauerhafte Bindung partikelgebundener Stoffe. Die grundlegenden Anforderungen für Planung und Betrieb sind im Arbeitsblatt DWA-A 178 definiert, während der Entwurf des Merkblatts DWA-M 187 weitergehende Anwendungen wie den Rückhalt von Phosphor, Spurenstoffen und Mikroorganismen adressiert.
Im Rahmen des DWA-Seminars im Mai 2026 wurden sowohl die Standardanwendungen als auch aktuelle Entwicklungen praxisnah vorgestellt. Ein besonderer Fokus lag auf den Bemessungsansätzen für Retentionsbodenfilteranlagen.
Vertreten durch Herrn Dipl.-Ing. Thomas Kerpen konnte die atd ebenfalls mit einem Redebeitrag Erfahrung und Wissen teilen. Thematisiert wurden die Bemessungsgrundlagen für Retentionsbodenfilter, praxisorientiert erläutert. Daran anknüpfend, im Mittelpunkt des Seminars stehend, die Ableitung relevanter Bemessungsparameter sowie die Berücksichtigung hydraulischer und stofflicher Belastungen für eine sichere und nachhaltige Anlagenauslegung, durch weitere Vortragende.
Das Seminar unterstrich die wachsende Bedeutung von Retentionsbodenfiltern für ein zukunftsfähiges Regenwassermanagement und die Notwendigkeit einer regelwerkskonformen und erfahrungsbasierten Planung.
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